Rehabilitationsklinik Lautergrund
der Deutschen Rentenversicherung
Berlin-Brandenburg
Oskar-Schramm-Str. 1
96231 Bad Staffelstein - Schwabthal
09573 ⁄ 929 - 0
09573 ⁄ 929-812
klinik-lautergrund@
drv-berlin-brandenburg.de
Functional Training wie die Deutsche Fußball Nationalmannschaft. Nicht nur die DFB-Elf bindet den Infinity Triple Trainer in ihr FunctionalTraining ein. Ab sofort steht auch ein Infinity Triple Trainer unseren Rehabilitanden im neuen MTT-Bereich zur Verfügung.
Der Triple Trainer ist im wesentlichen ein dreifacher Funktionstrainer. Er umfasst alle Funktionen des Functional Trainings in einer platzsparenden dreieckigen Säule, an der mehrere Personen gleichzeitig trainieren können. Der Triple Trainer ist vielseitig einsetzbar und lässt deshalb eine unbegrenzte Anzahl von Anwendungen zu. Übungen, die viel Mobilität, Propriozeption und Koordination erfordern, können optimal mit eingebunden werden. Das Trainingsgerät wird über ein pneumatisches System (Druckluft) gesteuert und ermöglicht uns, ein dynamisches und plyometrisches Functional Training zu integrieren.
Mit über 50 Ausstellern war auch die Rehabilitationsklinik Lautergrund auf der zweitgrößten, Gesundheitsmesse Oberfrankens vertreten.
Die Rehaklinik Lautergrund zeigte in einer Videopräsentation ihre Tätigkeitsfelder um stationäre und ambulante medizinische Rehabilitationsmaßnahmen. Fotografien machten den Stand interessant und farbenfroh. Die aufgestellte Kletterwand symbolisierte den bisweilen steinigen, felsigen Weg zur Genesung nach Erkrankung. Besonders lockte die Möglichkeit, die "SlingTrainingsTherapie" (STT) unter fachkundiger Anleitung von Physiotherapeuten selbst auszuprobieren.
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Am 22.11.2010 konnte die neu errichtetet MTT-Halle (Medizinische Trainingstherapie) ihrer Bestimmung übergeben werden.
Bei der MTT handelt es sich um eine gerätegestützte Trainingsform unter fachlicher Anleitung mit Erkenntnissen aus der Physiotherapie und den Sportwissenschaften. Die MTT beschränkt sich nicht nur auf wenige Körperregionen sondern betrachtet das gesamte Bewegungssystem. Das ausgewogene Trainingsprogramm richtet sich nach den individuellen Bedürfnissen, den aktuellen Beschwerden, dem Trainingszustand und den persönlichen Zielen der RehabilitandInnen und beinhaltet mehrere Komponenten wie Ausdauer-, Kraft- sowie Koordinationstraining. Dieses ist wichtig für eine Optimierung der funktionellen Gelenkstabilität sowie zur Verbesserung der Haltungskontrolle. Durch die abwechslungsreichen Therapieformen fördert die MTT auch die Motivation der RehabilitandInnen in außerordentlichem Maße und steigert die physische Leistungsfähigkeit in beeindruckender Weise.
Durch mannigfaltige Fortbildungsmaßnahmen in der Vergangenheit sind wir auf neue veränderte Konzepte bestens vorbereitet, so dass die jetzt geschaffene räumliche Ergänzung zu einem runden Ganzen zusammengeführt werden kann, um dem Einzelnen und der Gesellschaft, in die er eingebettet ist, gerecht zu werden und der aktuellen Dynamik in der Arbeitswelt mit den Auswirkungen in der wirtschaftlichen Situation und des demographischen Wandels Rechnung zu tragen.
Am 16.10.2009 erfolgte durch den Leiter der Sozialmedizin der Deutschen Rentenversicherung Berlin-Brandenburg Herr Dr. Eggens die Freigabe der erweiterten Räume der Ergotherapie. Durch neu gestaltete Räumlichkeiten werden die therapeutischen Möglichkeiten für die RehabilitandInnen nochmals deutlich verbessert. Besonders freuen sich unsere drei Ergotherapeutinnen über zusätzliche Gestaltungsmöglichkeiten.
Mit auf dem Kopf angebrachten Laserpointern erfolgen Koordinationsübungen zur Funktionsverbesserung der Halswirbelsäule.
Die Sling-Trainings-Therapie (STT) beruht auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen der Muskel- und Neurophysiologie zur lokalen Stabilisation von Gelenken.
Bei diesem Prinzip geht es um die Übertragung mechanischer Vibrationen auf das neuromuskuläre System. Bei der biomechanischen Stimulation, nach Ihrem Entdecker auch Nazarow-Stimulation genannt (Prof. Dr. Vladimir Nazarow, Leistungssportler und Leiter des Lehrstuhls für Biomechanik in Minsk). Dabei werden die Muskeln durch rein mechanische Schwingungen in natürliche Aktivität versetzt, wie sie sonst bei willentlicher maximaler Anspannung entsteht.
Sämtliche Störungen menschlicher Bewegungsmuster äußern sich vorwiegend mit pathologischen Mustern in Gang und Stand. Der Körper des Menschen muss in der vertikalen Position eine hohe neuromuskuläre Leistung und komplexe koordinative Aufgabe erfüllen. Patienten mit entsprechenden Krankheitsbildern ist es oft nicht möglich diese Position zu erreichen oder sich innerhalb dieser Position physiologisch zu halten und fortzubewegen.
Das Vibrationstraining erfolgt durch eine Schwingungsplatte, welche hochfrequente Schwingungen in Amplitude und Frequenz definiert über die unteren Extremitäten auf das neuromuskuläre System des Patienten überträgt. Dadurch wird eine hohe räumliche und zeitliche Summation an propriorezeptiven Systemen erreicht.
Seit 2006 befindet sich in der Rehabilitationsklinik Lautergrund eine EMG-Diagnostik mit angeschlossener Biofeedback-Therapie in der klinischen Anwendung. Infolge der sehr guten Therapieergebnisse wurde jetzt das 2-Kanal-Modul auf ein 8-Kanal-System erweitert.
Für die Untersuchung werden Oberflächenelektroden schmerzfrei auf die Haut des Patienten geklebt, um die Kontraktionsfähigkeit und Erholungszeit der Muskulatur in Ruhe als auch in Bewegung zu messen. Diese sogenannte Elektromyographie (EMG) misst die elektrische Aktivität der Skelettmuskulatur, ähnlich wie das EKG die Herzmuskulutar und gibt Aufschluss über muskuläre Defizite. Dieses kann über entsprechende Software dargestellt und der gesamte Therapieverlauf dokumentiert werden.
Mittel Biofeedback-Modul lernt der Patient dann über visuelle oder akustische Reize verspannte Muskelbezirke zu entlasten oder abgeschwächte Bereiche wieder anzuspannen. Somit wird eine zuvor eingeschränkte muskuläre Körperwahrnehmung, die Ursache vieler Krankheitsbilder ist und sich häufig in Fehl- und Schonhaltungen äußern, mit einer völlig nebenwirkungsfreien Methode behandelt. Insbesondere zu erwähnen ist hier die Therapiemöglichkeit der schultergelenkssichernden Muskulatur nach Schulteroperationen oder ein gezielterer Muskelaufbau nach Kniegelenksoperationen.
Durch die Einbindung der EMG-Diagnostik und Biofeedback-Therapie in das Therapiekonzept erreicht die Klinik auch über die erhöhte Motivation der Patienten Behandlungsziele deutlich schneller.
Am Wochenende 29. und 30. November 2008 absolvierten 12 Therapeuten eine Ausbildung zum DNV Nordic Walking Instructor, die unter der Leitung vom Deutschen Nordic Walking Verband (DNV) Ausbilder Jens Werner vor Ort durchgeführt wurde.
Der 1. Vorsitzende des DNV berichtete mit Begeisterung von dem Engagement und der Kompetenz des Therapeuten -Teams, die durch den leitenden Physiotherapeuten der Klinik, Holger Stummer zur Ausbildung durch den DNV motiviert wurden.
Zwei spannende und sehr gehaltvolle Tage in Bad Staffelstein zeigten, welchen Stellenwert Nordic Walking als qualitatives Bewegungselement in der Rehabilitation zunehmend erfährt.
Die frischgebackenen Instructoren - alle ausnahmslos Sport- und/bzw. Physiotherapeuten - arbeiteten konzentriert und sehr motiviert.
Zahlreiche Anregungen für die Gestaltung Ihrer Arbeit mit den Rehabilitanden motivierten die Teilnehmer, Nordic Walking als Bewegungstherapie noch mehr in den Focus ihres Therapieangebotes zu stellen.
Holger Stummer, der großen Wert auf die hohe fachliche Qualifikation seines Teams legt, war begeistert: "Der hohe Qualitätsstandard des DNV in puncto Aus- und Fortbildung passt hervorragend zu unserer Philosophie!"
An allen bayerischen Schulen fand am 22.11.2008 ein "Gesundheitstag" statt. Das Kultusministerium hatte dazu aufgerufen. Viele luden Referenten ein oder die Schüler betätigten sich sportlich. Die 78 Schülerinnen und Schüler der Grundschule Lautergrund fielen aus der Reihe. Sie verließen ihr trautes Klassenzimmer und besuchten mir ihrer Schulleiterin die Rehabilitationsklinik Lautergrund. In allen Bereichen der Rehabilitationsklinik durfte ein ganzer Schultag lang hineingeschnuppert werden.
Auf einem großen Tisch waren bei der Station Ernährungsberatung viele Lebensmittel des täglichen Gebrauchs verteilt. Schnell traten einige junge Ernährungsexperten ans Licht und teilten diese in günstig und ungünstig auf.
An der Kletterwand als auch beim Spiel mit den Luftballons in der Turnhalle stand die Bewegung im Mittelpunkt. An der vierten Station wurde es fast mucksmäuschenstill. Zu ruhiger meditativer Musik sollte auf die Körperwahrnehmung und die Sensomotorik geachtet werden. Über die Fußsohlen wurden unterschiedliche Boden- und Oberflächenstrukturen gespürt und zur Entspannung mit dem Igelball der Rücken massiert.
Mit großer Begeisterung und Eifer waren die Kinder bei den vier Stationen dabei und träumten sicherlich in der Nacht noch von diesem Gesundheitstag.
Mit einem Festakt im Kaisersaal Kloster Banz wurde das 50-jährige Bestehen der Rehabilitationsklinik Lautergrund am 19.09.2008 gefeiert.
Herr Volker Kulle, Vorsitzender des Vorstandes der Deutschen-Rentenversicherung Berlin-Brandenburg gab einen geschichtlichen Rückblick über 50 wechselvolle Jahre.
Die Rehabilitationsklinik Lautergrund entstand 1958 als die modernste Lungenheilstätte Europas zur Bekämpfung der damals noch vorherrschenden Tuberculose. Erfreulicherweise konnte diese leidvolle und auch todbringende Erkrankung in wenigen Jahren besiegt werden, sodass ab 1967 auf Indikationen aus dem Bereich des allgemeinen Heilverfahrens umgestellt werden konnte. Aus der "Lungenheilstätte Schwabthal" wurde fortan das "Santatorium Schwabthal"
Um den gewandelden Ansprüchen an einen modernen Klinikbetrieb gerecht zu werden, wurde das Gebäude der zwischenzeitlich umbenannten "Kurklinik Lautergrund" in den Jahren 1985 bis 1987 von Grund auf modernisiert und erhielt neben komfortablen Einzelzimmern ein Schwimmbad und eine Turnhalle. Im Jahre 2000 begann die Umstrukturierung des therapeutischen Leistungsangebotes für orthopädische Erkrankungen im Rahmen einer Neuausrichtung der Klinik die seit 1997 "Rehabilitationsklinik Lautergrund" heißt.
Parallel zu den sich stetig entwickelnden Rehabilitationswissenschaften in den letzten Jahren und deren Erkenntnisse nutzend präsentiert sich heute die Rehabilitationsklinik Lautergrund als angesehene Fachklinik für orthopädische- und unfallchirurgische Rehabilitation. Vor wenigen Wochen wurde der Rehabilitationsklinik Lautergrund bescheinigt, dass die Qualität ihrer Arbeit den Anforderungen internationaler Normen entspricht. Die Zertifizierung nach DIN ISO 9001:2000 erfüllt uns mit Stolz und bestärkt uns in der Verpflichtung nach stetiger Verbesserung der rehatherapeutisch Angebote zum Wohle unserer Versicherten.
In der Feierstunde dankte Landrat Reinhard Leutner der Deutschen Rentenversicherung, die für die Begleitung des Hauses viele Arbeitsplätze geschaffen habe. Der Landkreis ist stolz darauf, dass dieses Gesundheitszentrum im Kreisgebiet ansässig ist. Das renommierte Rehaklinikum trägt seinen Teil zur Stärkung des Landreises Lichtenfels als Gesundheitsregion bei. Wie auch Vorstandsvorsitzender Kulle dankte Landrat Leutner den ehemaligen und aktuellen Hauptverantwortlichen und Mitarbeitern für ihre Arbeit.
Mittlerweile sei wie aus der einstigen Tbc-Heilstätte eine moderne Rehabilitationsklinik entstanden, sagte Bad Staffelsteins Bürgermeister, Jürgen Kohmann. Durch diese Institution habe sich das Erscheinungsbild Schwabthals entscheidend geändert. Ehemalige Patienten kommen gerne an den Obermain als Urlauber zurück. Die ersten Anfänge des Tourismus seien hier gelegt worden. So trug auch die Klinik einen Teil zur Thermalbohrung und zur Entwicklung Bad Staffelsteins als Urlaubs- und Erholungszentrum bei.
Direktorin Frau Gundula Rossbach überbrachte die Glückwünsche der Geschäftsleitung der Deutschen Rentenversicherung "Bei all den Veränderungen im Laufe der Jahre ist eines gleich geblieben: das Engagement der Mitarbeiter."
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